Liebe LeserInnen,

"Blogbuchstaben kreuz und quer" ist ein privates Blog von Jens-Martin Rode. Die Beiträge sind mitunter etwas sprunghaft und die Themen wechseln. Insgesamt ist es aber meine Visitenkarte im Netz und zugleich ein Forum für meine ganz private Meinung. Hier stelle ich vor, was mich bewegt. 


Aktuell im Blog:

Keine Abschiebung nach Syrien! Offener Brief an die dänische Botschafterin in Deutschland Ihre Exzellenz Frau Susanne Christina Hyldelund

Dänemark hat zahlreichen Geflüchteten aus Syrien den Schutztitel aberkannt und plant offensichtlich, diplomatische Beziehungen zu Damaskus aufzubauen und Menschen in die Diktatur von Baschar al-Assad abzuschieben. Dagegen habe ich folgenden Protestbrief an die dänische Botschafterin in Berlin geschrieben. Denn Syrien ist nicht sicher und eine unfreiwillige Rückkehr ist für Geflüchtete potenziell lebensgefährlich. 


#syria not safe: Goldener Stacheldraht für dänische Abschiebepläne

Für besonders menschenverachtende Asylpolitik hat Dänemark am heutigen Sonntag den 09.05.2021 den "goldene Stacheldraht" verliehen bekommen. Adopt a Revolution zu folge hat die dänische Migrationsbehörde aktuell 250 Geflüchteten aus Syrien den Schutztitel entzogen. Flüchtlingsräte, PRO ASYL, medico international, die Kampagne #SyriaNotSafe und Adopt a Revolution warnen seit langen eindringlich vor Abschiebungen nach Syrien. Willkürlichen Inhaftierungen und Folter sind an der Tagesordnung.


Warum gibt es Hunger in Syrien?

Die Sanktionen sind nicht die Hauptursache für die Hungerkrise in Syrien. Für die Einordnung lohnt ein Blick auf die Auswirkungen von Krieg, Gewalt und Zerstörung und auf das Versagen der Politik des syrischen Regimes von Assad.

Worum es bei den Syrien Sanktionen geht

Angesichts der andauernden Katastrophe in Syrien werden in diesen Tagen immer wieder Stimmen laut, die Sanktionen gegen das Regime von Baschar al-Assad in Syrien aufzuheben. Vor allem Unterstützerinnen und Unterstützer des Regimes begründen dies meist mit der Behauptung, die Wirtschaftssanktionen seien die Hauptursache für das Leid der Bevölkerung und stünden humanitärer Hilfe, medizinischer Versorgung und dem dringend benötigten Wiederaufbau des Landes im Wege. Richtig ist: In Syrien ereignet sich aktuell die größte humanitäre Katastrophe des beginnenden 21. Jahrhunderts und die Sanktionen haben ebenso unbestritten wie unbeabsichtigt negative Auswirkungen auf die Versorgungslage der Bevölkerung. Deshalb stehen die Sanktionen zu Recht in der Diskussion. Daher ist es notwendig, vorgebrachte Argumente genau zu untersuchen. Wie bei allen Diskussionen gibt es auch hier Einwände und Vorwände. Einwände sind immer berechtigt, denn wer Einwände ins Feld führt, zeigt Interesse an einem Thema und möchte durch Abwägen verschiedener Argumente eine Lösung herbeiführen. Wer allerdings Vorwände vorschiebt, möchte etwas bestimmtes nicht wahrhaben und bestimmte Dinge auf keinen Fall tun. Über Einwände lässt sich immer konstruktiv debattieren, während eine Diskussion über Vorwände schwierig ist. Hinter Vorwänden steht meist eine Agenda, die erst herausgearbeitet, offengelegt und transparent gemacht werden muss: Die lautesten Stimmen gegen die Syrien-Sanktionen der EU und der USA sind in diesem Zusammenhang auffälligerweise immer diejenigen, die zu dem Massenverbrechen des syrischen Regimes bei seinem Krieg gegen die eigene Bevölkerung am lautesten schweigen. 



ClicktivistInnen aufgepaßt:

Überrascht Euch und andere jetzt mit einer Spende! Denn auch Ihr könnt mit einem kleinen Betrag den großen Konzern Wiesenhof stoppen! Mit dem Spendenprojekt "BI KW stinkt's - keine Erweiterung der Wiesenhof-Schlachtfabrik" tragen wir gemeinsam dazu bei, dass die Bürgerinitiative KW stinkt's ein Widerspruchsverfahren gegen die Erweiterung der Kapazitäten des Wiesenhof-Schlachthofs in Niederlehme auf den Weg bringen kann. Vielen Dank!